Deutsche Gesellschaft für Finanzplanung e. V.

Berufsgrundsätze des Finanzplaners

Die Berufsgrundsätze dienen zur Anerkennung der moralischen und ethischen Verantwortung, die der Finanzplaner gegenüber der Öffentlichkeit, seinen Kunden, seinen Kollegen und seinem Arbeitgeber zu erfüllen hat.

Sie sind für alle Finanzplaner verbindlich und dienen der Unterstützung bei der Ausführung aller tätigkeitsbezogenen Aufgaben.

  1. Integrität
    Der Finanzplaner hat seine Aufgaben stets mit einem Höchstmaß an Integrität auszuführen.
    Der Finanzberater hat das vom Kunden in Ihn gesetzte Vertrauen und Zutrauen durch ein Höchstmaß an Integrität zu erfüllen. Integrität bedeutet Unbescholtenheit, Offenheit und Ehrlichkeit. Das Streben nach persönlicher Bereicherung und individuellen Vorteilen hat der Finanzplaner zu unterlassen. Der Finanzplaner hat sich nicht nur nach den Buchstaben, sondern auch dem Sinne nach integer zu verhalten.
  2. Vertraulichkeit
    Der Finanzplaner hat die ihm von seinem Kunden bereitgestellten Informationen absolut vertraulich zu behandeln.
    Der Finanzplaner darf vertrauliche Kundeninformationen nicht bekanntgeben oder weitergeben, es sei denn, der betreffende Kunde hat ihm seine Erlaubnis erteilt oder der Finanzplaner ist aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung bzw. anderer behördlicher Maßnahmen zur Herausgabe von Kundeninformationen verpflichtet.
  3. Objektivität
    Der Finanzplaner hat seine Aufgaben stets mit einem Höchstmaß an Objektivität auszuführen.
    Objektivität erfordert strenge Sachlichkeit sowie Unvoreingenommenheit.
  4. Neutralität
    Der Finanzplaner hat seine Aufgaben stets mit einem Höchstmaß an Neutralität auszuführen.Neutralität bedeutet Unparteilichkeit im Interesse des Kunden.Der Finanzplaner hat gegenüber Kunden, Kollegen und Arbeitgebern Interessenkonflikte offen zu legen. Persönliche Vorstellungen, Vorurteile und Ziele sind konfligierenden Interessen unterzuordnen.
  5. Kompetenz
    Der Finanzplaner hat seine Aufgaben stets mit einem Höchstmaß an Kompetenz auszuführen.
    Der Finanzplaner hat dafür Sorge zu tragen, das notwendige persönliche Kompetenzniveau zu erreichen, zu bewahren und auszubauen, beispielsweise durch geeignete Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen.
    Kompetentes Verhalten bedeutet auch, eventuelle Zweifelsfälle und Grenzsituationen zu erkennen und in solchen Fällen die Hilfe von sachkundigen Dritten in Anspruch zu nehmen. Andernfalls muss der Finanzplaner den Kunden über die eventuell fehlende Kompetenz informieren.
  6. Professionalität
    Der Finanzplaner hat seine Aufgaben stets mit einem Höchstmaß an Professionaliät auszuführen.
    Der Finanzplaner hat seine Tätigkeit fachmännisch auszuüben, das fachliche und technische Umfeld zu schaffen, um professionell arbeiten zu können.
    Professionalität heißt auch, die Grenzen des eigenen Könnens nicht zu überschreiten.
    Der Finanzplaner hat deshalb die Verpflichtung, mit anderen Berufskollegen konstruktiv zusammenzuarbeiten.
    Er soll seinen Berufsstand mit Würde und Respekt vertreten, um das öffentliche Ansehen zu stärken.

Unabhängig von seiner beruflichen Stellung und von den jeweiligen Aufgaben hat der Finanzplaner seine Objektivität zu wahren und jegliche Unterordnung, die zu einer Verletzung dieser Berufsgrundsätze führen würde zu vermeiden.